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Sagen

702. Das Horenbrünnlein bei Würzburg

702. Das Horenbrünnlein bei Würzburg.

Mündlich.

Auf der Wiese, die vom Burkarderthore gegen Heidingsfeld führt, sammelt eine vom Nikolausberge herabkommende Quelle in einer kleinen von der Kunst gemachten Grotte ihr gutes Wasser. Dieses Brünnlein, an dem so mancher Wanderer ausruht und sich durch einen frischen Trunk erquickt, heißt das Horenbrünnlein. Diesen Namen erhielt das Brünnlein daher, weil an demselben zwei Mönche aus dem nahen ehemaligen Andreaskloster ihre Horas zu beten pflegten, und die Quelle geweiht hatten. Seitdem soll dieses Wasser Heilkräfte für Brustleidende besitzen.

Quelle: Alexander Schöppner: Sagenbuch der Bayer. Lande 1–3. München 1852–1853, S. 235-236.