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Sagen

726. Der Teufelsspuk im geistlichen Seminar zu Würzburg

726. Der Teufelsspuk im geistlichen Seminar zu Würzburg.

Mündlich.

Auch im geistlichen Seminar wurde früher ein Teufelsspuk wahrgenommen. In demselben ist ein Zimmer, welcher das »Todtenkämmerlein« heißt. Wenn dort Nachts einer vorüberging, öffnete sich die Thüre, und der Teufel kam in Gestalt einer alten Frau heraus, sprang ihm auf den Rücken, und ließ sich den ganzen Gang durch tragen. Dies passirte immer demjenigen, der sein Brevier nicht vollständig gebetet hatte. Ein alter Pfarrer in Franken erzählt noch heute, daß er einmal den Teufel dort habe tragen müssen.

Quelle: Alexander Schöppner: Sagenbuch der Bayer. Lande 1–3. München 1852–1853, S. 255.