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Sagen

740. Der Parlafex in Würzburg

740. Der Parlafex in Würzburg.

Mündlich. (Würzb. M. v. d. Vor.)

Wie mer alleweil no von alte Motterli (Mütterchen) hert, is alle Johr in der Wallborgesnacht zwischa Elfa und Zwelfa der Parlafex in era prächtiga Kutscha mit vier grossa Rappa dorch di Stadt Wörzborg g'fahr'n. Von Sanerthor (Sanderthor) is er reikumma, und do hat er immer dene Leit, die sich en Teifel verschrieba g'hatt ham, wenn ihr Zeit aus war, en Hals rumgedreat und hat sie in seiner Kutscha mit fortgenumma. Der Parlafex war aber nix aners als wie der Teifel selber. Seit a Pabst alle Hexa und G'spenster nei die Hell verbannt hat, kummt der Parlafex a nemmer nach Wörzborg.

Quelle: Alexander Schöppner: Sagenbuch der Bayer. Lande 1–3. München 1852–1853, S. 264-265.