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Sagen

820. Der verwünschte Rehbock

820. Der verwünschte Rehbock.

Mündlich.

In der ehedem österreichischen Grafschaft Falkenstein am Donnersberg lag einst ein kaiserlicher Hauptmann, der sich häufig auf der Jagd herum trieb. Der kam einmal in die unheimliche Nähe des Schlosses Hohenfels, wo die Berggeister nicht gern gestört sind, aber heim kam er nicht mehr. Ein solcher erzürnter Geist soll ihn in die Irre geführt und dann in einen Rehbock verwandelt haben, als welcher er eine Zeit lang im Walde gesehen und endlich von einem Förster erschossen worden.

Quelle: Alexander Schöppner: Sagenbuch der Bayer. Lande 1–3. München 1852–1853, S. 346.