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Sagen

1073. Der Teufelsplatz

1073. Der Teufelsplatz.

Mündlich.

Einmal träumte es einem Manne, auf dem Waldstein würde ihm ein Mädchen erscheinen und einen prächtigen Blumenstrauß überreichen. Da säumte er nicht und setzte sich Nacht für Nacht in den Burghof an den mächtigen Felsentisch, um der Jungfrau zu harren, denn er hoffte dadurch sein Glück zu machen. Diese wollte aber nicht kommen. Einmal fühlte sich der Mann plötzlich von einem Schauer durchrieselt und es packte und schüttelte ihn wie mit Geisterhänden. Da floh er entsetzt von dannen und seitdem heißt man's dort den Teufelsplatz.

Quelle: Alexander Schöppner: Sagenbuch der Bayer. Lande 1–3. München 1852–1853, S. 125.