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Sagen

1154. Ursprung des Burgbernheimer Wildbads

1154. Ursprung des Burgbernheimer Wildbads.

K. W. Ackermann das Wildbad bei Burgbernheim. Erlangen 1822 S. 1.

Nach einer uralten, nicht unwahrscheinlichen Volkssage hat das Wildbad zu Burgbernheim seine Entdeckung folgender Begebenheit zu verdanken. Ein Bauer aus Gallmersgarten, einem 3/4 Stunden von Markt Burgbernheim entlegenen Weiler, besaß einen kranken, abgezehrten Schimmel, den er nicht weiter brauchen konnte und in den Wald trieb, um aller umsonst angewandten Heilmittel und ferneren Unkosten los zu werden. Nach einiger Zeit vernahmen die Holzarbeiter in einem wilden Thale Geräusch und als sie näher nachsuchten, trafen sie das schon lang für verloren gehaltene Roß an einer Quelle saufend, gesund und frisch an. Also schloß man daraus, daß der Genuß des Quellwassers den Schimmel gesund gemacht habe, stellte nun auch Versuche bei Menschen an und verspürte die besten Wirkungen davon. Solches muß sich bereits im zwölften Jahrhundert oder noch früher zugetragen haben, da schon der römische Kaiser Lotharius Burgbernheimer Wasser nach Nürnberg bringen ließ, woselbst er sich 1128 auf dem Reichstage befand.

Quelle: Alexander Schöppner: Sagenbuch der Bayer. Lande 1–3. München 1852–1853, S. 181.