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Sagen

357. Reiter ohne Kopf

357. Reiter ohne Kopf.

Am Anfang des Mückenlocher Waldes führt der Weg über eine Brücke. Hat man sie überschritten, so sieht man zuweilen einen Mann auf einem Schimmel reiten, welcher seinen Kopf wie einen Hut unter dem Arme trägt. Er verfolgt die Leute und führt sie irre, kann aber nicht über den Graben, der in der Nähe ist, daher sie jenseits desselben vor ihm sicher sind. Auch aus dem Wald heraus vermag er nur eine kurze Strecke zu reiten und verschwindet an dem großen Markstein, wo sie endet.

Bei seinen Lebzeiten war er ein Feldmesser und hat in dieser Gegend solche Betrügereien verübt, daß er nun zur Strafe daselbst umgehen muß.

Quelle: Bernhard Baader: Volkssagen aus dem Lande Baden und den angrenzenden Gegenden. Band 1, Karlsruhe 1851, S. 320-321.