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Sagen

277. Der Irrwisch

277. Der Irrwisch

An der Bergstraße zu Hänlein, auch in der Gegend von Lorsch, nennt man die Irrlichter Heerwische; sie sollen nur in der Adventszeit erscheinen, und man hat einen Spottreim auf sie: »Heerwisch, ho ho, brennst wie Haberstroh, schlag mich blitzebloe!« Vor länger als dreißig Jahren, wird erzählt, sah ein Mädchen abends einen Heerwisch und rief ihm den Spottreim entgegen. Aber er lief auf das Mädchen gerade zu, und als es floh und in das Haus zu seinen Eltern flüchtete, folgte er ihr auf der Ferse nach, trat mit ihr zugleich ins Zimmer hinein und schlug alle Leute, die darin waren, mit seinen feurigen Flügeln, daß ihnen Hören und Sehen verging.

Quelle: Jacob und Wilhelm Grimm: Deutsche Sagen. Zwei Bände in einem Band. München [1965], S. 273.