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Sagen

1232. Gotteshand und Teufelshand

1232. Gotteshand und Teufelshand.

[1004] (S. ebd. S. 391.)

Im Kirchspiel Enge wird die breitblättrige Orchis (orchis latifolia L.) Gottes- und Teufelshand genannt. Die Knaben graben diese Pflanze, deren knollige Wurzel einer Hand ähnelt, heraus und werfen sie ins Wasser um zu erfahren, wer eine Gottes- und wer eine Teufelshand habe. Die sinkende Orchiswurzel bedeutet eine Gotteshand, die schwimmende eine Teufelshand.

Quelle: Johann Georg Theodor Grässe: Sagenbuch des Preußischen Staates 1–2, Band 2, Glogau 1868/71, S. 1004.