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Sagen

5. Das goldene Eselsfüllen

e) Das goldene Eselsfüllen.

Als im Jahre 1476 die Räuber, welche die Kynsburg besetzt hielten, vertrieben wurden, sollen sie einen großen Schatz in dem Gemäuer derselben verborgen haben, den man bisher noch nicht wiedergefunden hat. Allerdings erzählt man sich, es habe im Jahre 1633, als die Schweden die Burg besetzten, ein Oberst derselben in einem Pfeiler ein goldenes oder mit Gold gefülltes Eselsfüllen gefunden mit der Inschrift: »Gold ist mein Futter, nicht weit hiervon steht meine Mutter!« Die Stelle, wo dasselbe gestanden hat, zeigt man noch, seine Mutter aber hat man trotz der vielen Löcher, die man, um sie zu suchen, in die Mauern gemacht hat, noch nicht gefunden.

Quelle: Johann Georg Theodor Grässe: Sagenbuch des Preußischen Staates 1–2, Band 2, Glogau 1868/71, S. 235.