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Sagen

590. Gotteslästerer bestraft

590. Gotteslästerer bestraft.

(S. Hennenberger S. 205.)

Ein Schneider zu Mannßfeld hat einen Hund gehabt, den hat er Gottes Marter genannt. Dies hat unser Gott also gestraft, daß der Donner ihm in das Haus geschlagen und Alles verbrannt hat. Es ist dies aber ein so schreckliches Feuer geworden, daß Jedermann das Seinige ausgeräumt hat, denn man hat geglaubt, die Häuser der Stadt seien unmöglich zu retten, denn das Feuer ist haufenweise auf die Dächer geflogen, doch hat unser Herrgott den andern Häusern mit einem mächtigen Regen geholfen. Der Hund ist aber von Stund an nicht mehr gesehen worden und man hat dafür gehalten, den Hund habe der Donner erschlagen und er sei mit dem ganzen Hause verbrannt worden.

Quelle: Johann Georg Theodor Grässe: Sagenbuch des Preußischen Staates 1–2, Band 2, Glogau 1868/71, S. 571.