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Sagen

170. Die bösen Weiber

170. Die bösen Weiber.

Zwei böse Weiber, das eine aus Uttershausen bei Wabern, das andere aus einem benachbarten Dorfe, fanden nach ihrem Tode keine Ruhe im Grabe und beunruhigten häufig die Leute im Dorfe. Das dauerte so lange, bis die Bauern einmal einen Mönch kommen ließen, der sie in einen nahen Wald, Streiflingskopf genannt, bannte. Dort hausen sie seitdem zum Entsetzen der Wanderer, die ihr Weg noch spät durch den Wald führt. Sie treten unter mancherlei Schreckgestalten auf und zuweilen hat es geschienen, als ob der ganze Wald in Flammen stände.

Mündlich.

Quelle: Karl Lyncker: Deutsche Sagen und Sitten in hessischen Gauen. Kassel 1854, S. 111.